Sprache und Mediation
Die Mediation bedeutet im Griechischen "mesos" - die Mitte, die Mitte halten, sich neutral verhalten und es bleiben. Wörtlich Übersetzt heißt es "Vermittlung" und kommt von "mesites", der Vermittler.
Einige sprachliche Beispiele verdeutlichen die Mittlerrolle des Mediators:
Beispiel 1: Grenzüberschreitung
"Das soll jetzt kein Vorwurf sein!"
Ihr Gesprächspartner hört vor allem den Vorwurf. Regen Sie lediglich an, er wird es Ihnen danken.
> Lösungsmöglichkeit: "Ich möchte Ihnen eine Anregung geben."
Beispiel 2: Kriegssprache
"Welchen Stichtag setzen Sie sich, und wo ist die absolute Deadline?"
Bringen Sie Frieden in Ihr Arbeitsumfeld und beginnen Sie damit bei sich.
> Lösungsmöglichkeit: "Bis wann werden Sie die Wahl getroffen haben, und wann ist der Abgabetermin?"
Beispiel 3: Mangeldenken
"Da müssen Sie leider morgen noch einmal kommen."
"Leider" kommt von "Leid" und lädt Leid ein. Eine höfliche Bitte schaft eine Atmosphäre von Achtung und Vertrauen.
> Lösungsmöglichkeit: "Ich bitte Sie, morgen noch einmal zu kommen."
